Tough Hunter 2018

Vom Tough Hunter war ich im ersten Moment Feuer und Flamme. Angesteckt von einem Facebook Post erinnerte ich mich an einen älteren Beitrag aus dem Fernsehen, wo über ein Lauf Event mit Hund berichtet wurde. Ich googelte sofort das Internet rauf und runter - je mehr ich las, desto stärker wurde der Drang uns direkt anzumelden. Aber Geduld, als erstes musste unser Team zusammen getrommelt werden. Es dauerte nicht lang und ich hatte Barbara und Melanie ebenfalls total mit dem Tough Hunter Virus infiziert. Aus den weißen Golden Liese und Foster und dem schwarzen Labrador Keks wurde die EISBÄRENLAKRITZBANDE.

 

Die Trainingsphase machte enorm viel Spaß. Wir konnten den Frühling kaum abwarten und so machten Barbara und ich uns schon nach Feierabend mit Stirnlampe oder am Wochenende bei Eis und Schnee auf um gemeinsam das CaniCross zu erlernen. Wir bekamen den Tipp gemeinsam mit dem Hund Käsewürfel auszulegen und sich dann einige Meter zu entfernen um den Hund dann Richtung Belohnung zu schicken. Nur fliegen ist schöner. Bei Retrievern geht eben alles durch den Magen. Während Liese sich nach den ersten Trainingseinheiten auch ohne Käsewürfel in der Nase sehr gern ins Zuggeschirr legte, war Fosti noch auf seinem "ich lauf besser neben dir Trip". Legte ich jedoch Käse aus, achtete ich peinlichst darauf die Richtung nur geradeaus oder bergauf zu wählen, da sich bei den Geschwindigkeiten des Speckpfotenhundes leicht meine Beine verknoteten.

 

Als nächstes machten wir uns daran das erschnüffeln von Teefährten zu üben. Hierzu gab es auf der Tough Hunter Seite Tipps und Anleitungen. So kochten wir also Tee und gingen mit den Teebeuteln Fährten ziehend über die Wiesen. 

 

Außerdem war kein Spielplatz mehr vor uns sicher. Das Rutschen wurde getestet und von Fosti als spaßig empfunden.

 

Langsam aber sicher kämpften wir uns von Kondition = 0 (galt natürlich nur für mich) auf ein entspanntes Laufen auch bei Distanzen von 8 km vor. Im April trafen wir uns dann das erste Mal als komplettes Team mit Begleithunden am schönen Biggesee.

Ja und dann war er plötzlich da, der 26. Mai auf den man so hin gefiebert hatte... Die Sonne lachte und alle Hunde waren fit. Auch wenn es schon einige Anstrengung kostete vom Rhein hinauf auf den Schlossberg, unseren Startpunkt zu kommen. Es war heiß. Ich denke 26-28 Grad an diesem Tag. Man fragte sich wie die Hunde bei diesen Temperaturen 9 km im Zuggeschirr laufen sollten....
Aber der Veranstalter hatte alles richtig gemacht. Es waren Hundeduschen am Start, bei vielen Aufgaben auf der Strecke durften Mensch und Hund baden gehen und Wassereimer standen in kurzen Abständen auch parat. Unseren Drei Hunden war das heiße Wetter nicht anzumerken. Selbst Plüschbär Fosti hechelte wenig und war den ganzen Trail über aufmerksam und konzentriert. Wir beschlossen bergauf und auf sonnigen Trail Abschnitten zu gehen. Für unsere Hunde die richtige Entscheidung.